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Plasmabehandlung mit dem kINPen® MED:

 

Der kINPen® MED ist ein Gerät zur Erzeugung von kaltem gewebeverträglichem Plasma. Dabei bezeichnet physikalisches Plasma einen angeregten Gaszustand, oft als vierter Aggregatzustand (neben fest, flüssig und gasförmig) beschrieben. Die Kombination der verschiedenen Wirkprinzipien des Plasmas hat eine stark antibakterielle und wundheilungsfördernde Wirkung.

Daher eignet sich die Plasmabehandlung mit dem kINPen® MED vor allen Dingen zur Therapie infizierter, schlecht heilender Wunden. Mit dem Kaltplasma können währen der Behandlung viele Arten von Erregern, einschließlich multiresistenten Bakterien, abgetötet werden. Darüberhinaus wird die Wundheilung durch Stimulation der Gewebeneubildung gefördert.

Neuer Therapieansatz bei Wundheilungsstörungen und erregerbedingten Hauterkrankungen

Eine Produktion der underDok Filmproduktion.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Plasmabehandlung

Für welche Erkrankungen ist die Kaltplasmatherapie besonders geeignet?

Die Therapie mit dem kINPen® MED bietet sich insbesondere bei chronischen Wunden wie zum Beispiel Ulcus cruris oder Diabetischen Füßen an. Außerdem werden postoperative Wunden und erregerbedingte Erkrankungen der Haut wie Pilzinfektionen, Warzen oder Akne behandelt.

Wo liegt der Vorteil der Kaltplasmatherapie?

Die Behandlung mit kaltem Plasma fördert die Wundheilung und wirkt antibakteriell. Schlagen herkömmliche Verfahren wie Antiseptika, Salben, Verbände oder selbst Wundoperationen nicht an, kann die Plasmatherapie zum Erfolg führen. Klinische Studien und die Anwendungsbeobachtungen der Ärzte zeigen, dass chronische Wunden nach mehrwöchiger Therapie mit dem kINPen® MED in vielen Fällen abheilen können.

Was passiert bei der Behandlung?

Die zu behandelnden Hautbereiche werden mit dem Plasma-Jet ohne Kontakt zur Wunde gleichmäßig und in einer Geschwindigkeit von ca. 5 mm/s überstrichen. Mit Hilfe des Plasmas werden verschiedene Wirkmechanismen (leichte UV-Strahlung, reaktive Spezies, elektromagnetische Felder, kurzfristige Temperaturerhöhung) kombiniert. Diese verschiedenen Komponenten des kalten Plasmas haben eine stark antibakterielle Wirkung und stimulieren zugleich die Neubildung von gesundem Gewebe.

Wie lange dauert eine Anwendung/die Therapie?

Die Intensität der Behandlung wird über die Behandlungszeit gesteuert und sollte um die 30 - 60 s/cm2 betragen. Die Anwendung kann, soweit keine Nebenwirkungen auftreten, täglich bis dreitägig erfolgen. Die Gesamtdauer der Kaltplasmatherapie richtet sich nach den jeweiligen Wundverhältnissen und der Behandlungsfrequenz.

Gibt es Nebenwirkungen oder Resistenzbildungen?

Die Behandlung mit dem kINPen® MED zeigt eine sehr gute Verträglichkeit. Bisher wurden keine Nebenwirkungen oder Resistenzbildungen beobachtet.

Schmerzt die Kaltplasmaanwendung?

Die Behandlung mit dem kINPen® MED wird ohne Wundkontakt durchgeführt und erzeugt keine zusätzlichen Schmerzen. Patienten beschreiben die Kaltplasmaanwendung als eine Art kühlen Windhauch auf der Haut. Viele Patienten berichten über eine Schmerzlinderung und Juckreizreduktion nach der Behandlung.

Wie lange dauert die Regeneration?

In der Regel können Sie Ihren normalen Tätigkeiten sofort nach der Behandlung wieder nachgehen.

Bin ich ein geeigneter Patient für diese Behandlung?

Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin, ob eine Behandlung mit dem Plasma-Jet kINPen® MED für Sie in Frage kommt.

Übernimmt die / meine Krankenkasse die Behandlungskosten?

Die Anwendung kalter physikalischer Plasmen im Wundmanagement ist noch nicht in die Routineversorgung integriert. Der kINPen® MED wird in Klinken und vermehrt in Praxen von z.B. niedergelassenen Ärzten eingesetzt. Auf Antrag übernehmen bereits erste Krankenkassen die Behandlungskosten.

Klinische Prüfung

Die neoplas tools GmbH ist Hersteller des kINPen® MED, der als Medizinprodukt (Klasse IIa) zur Behandlung von akuten und chronischen Wunden sowie erregerbedingten Erkrankungen der Haut und der Hautanhangsgebilde zugelassen ist.

Als Medizinprodukte werden Produkte mit medizinischer Zweckbestimmung bezeichnet, die für eine Anwendung am Menschen bestimmt sind. Die Hauptwirkung der Medizinprodukte wird in erster Linie auf z. B. physikalischem Weg erreicht.

Eine klinische Prüfung von Medizinprodukten ist gesetzlich vorgeschrieben, um nachzuweisen, dass dieses Produkt wirksam und unbedenklich ist. Sind die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit des Medizinproduktes ausreichend getestet, kann es von den Behörden zugelassen und durch das medizinische Fachpersonal am Patienten angewendet werden.

Auszüge aus den Ergebnissen klinischer Studien:

Wirksamkeit gegen typische Wundkeime: Abtötung aller 105 untersuchten typischen Wundkeime und typischen Problemkeimen, wie Pseudomonas, Klebsiellen, Methicillin-resistente S. aureus

Behandlung chronischer Bein-Ulcera mit kINPen® MED und Octenisept©: vergleichbare Reduktion der Erreger und Anstieg der Wundheilungsrate (Median der relativen Wundverkleinerung: Plasmatherapie: 56 %, Octenisept©-Therapie: 19 %)

Positiver Einfluss der Plasmastimulation auf die Heilung oberflächlicher Hautwunden durch Unterstützung der Zell-Proliferation

Eignung von kaltem Plasma zur Hautdesinfektion: keine störenden Empfindungen während der Behandlung, sehr gute Verträglichkeit